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Schizophrenie

Gestörte Wahrnehmung

Was ist Schizophrenie?

Eines vorweg: Persönlichkeitsspaltung steht nicht für Schizophrenie. Zwar bedeutet „schizophren“ übersetzt „gespalten“, allerdings im Sinne gespaltener Wahrnehmungswelten: das innere Erleben weicht von der tatsächlichen Realität ab.

Mit anderen Worten:  Schizophrene erfahren Dinge und nehmen Sinneseindrücke wahr, die für gesunde Menschen nicht nachvollziehbar sind. Ein Prozent der Deutschen ist von Schizophrenie betroffen – ca. 800.000 Menschen. Meist tritt die Schizophrenie zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr auf. Frauen und Männer erkranken gleich häufig.

 

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Symptome

Die Symptome der Schizophrenie sind vielfältig. Die wichtigsten sind:

  • Wahnvorstellungen
  • Halluzinationen
  • Ich-Störungen
  • Denkstörungen
  • Emotionale Störungen


Gehen Symptome über das Verhalten eines gesunden Menschen hinaus, spricht man von Positivsymptomatik. Dazu gehören beispielsweise Halluzinationen. Liegen hingegen Defizite zum Verhalten eines gesunden Menschen vor, spricht man von Negativsymptomatik. Ein Beispiel ist die Antriebsarmut.

 

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Ursachen

Bei der Entstehung der Schizophrenie spielen sowohl körperliche Faktoren, als auch soziale Faktoren eine wichtige Rolle.

Zu den körperlichen Faktoren zählt ein Ungleichgewicht bestimmter chemischer Substanzen im Gehirn. Die Zellen des Gehirns kommunizieren mit Hilfe von Botenstoffen, den Neurotransmittern. Eine unnatürliche Aktivität dieser Neurotransmitter - über oder unter dem natürlichem Maß - kann Symptome der Schizophrenie auslösen.

Auch soziale Faktoren tragen zum Ausbruch der Schizophrenie bei. So können bestimmte stressige Lebenssituationen, wie die Trennung vom Partner oder die Geburt eines Kindes, aber auch Drogenmissbrauch zur Entstehung der Krankheit beitragen.

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Diagnose

Die Diagnose Schizophrenie wird gestellt, wenn mehrere charakteristische Symptome länger als einen Monat anhalten. Eine eindeutige Diagnose ist erst aus einer Verlaufsbeobachtung, die mehrere Monate dauert, möglich und wird durch einen Facharzt erstellt.

 

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Therapie

Die Therapie der Schizophrenie umfasst pharmakologische und psychotherapeutische Maßnahmen.

Bei der pharmakologischen Therapie wird versucht, die unnatürliche Aktivität von Neurotransmittern auszugleichen. Substanzen, die dieses Ziel erreichen, werden Neuroleptika genannt.

Die Psychotherapie begleitet den Betroffenen aktiv im Umgang mit seiner Schizophrenie. Sie klärt über die Erkrankung, die Behandlungsmöglichkeiten sowie über krankmachende Einflussfaktoren auf und hilft bei Problemlösungen oder Lebensentscheidungen.

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